🏡 Die Kollektionen starten neu durch!
Nach mehrjähriger Vorbereitungszeit werden die Sammlungen des Musée des Maisons Comtoises bald in ein neues Lagergebäude umziehen, das ganz auf ihre Konservierung, Erforschung … und ihre Zukunft ausgelegt ist. Ein Rückblick auf ein groß angelegtes Kulturerbe-Bauprojekt, geprägt von technischen Herausforderungen, maßgeschneiderter Logistik und nachhaltigem Engagement.
📅 Ein langfristiges Projekt
Dieses für das Museum wegweisende Projekt nahm Ende 2018 mit dem Start der architektonischen Planung Gestalt an, die einem interdisziplinären Team anvertraut wurde.
Seitdem wurden mehrere Meilensteine dieses ehrgeizigen Bauvorhabens erreicht:
2019: Vorstudien und Ausarbeitung des Programms
Anfang 2020: Ausschreibung des Architektenwettbewerbs für die vier Bauabschnitte
September 2020: Benennung des Gewinnerteams (Charles-Henri Tachon, Guillaume & François Haton)
2020 bis 2022: technische Planungsphasen, Fertigstellung der Pläne, Einreichung der Bauanträge
November 2022: vorübergehende Verlegung der Sammlungen in Räumlichkeiten in Bouclans
Mai 2023: Abriss der alten Lagerräume und Baubeginn
März 2025: Fertigstellung des neuen Gebäudes
Mai 2025: Insektizidbehandlung der Sammlungen
Juni 2025: Beginn der Rückführung der Sammlungen in ihre neuen Räumlichkeiten
🏗️ Ein Gebäude, das auf den Denkmalschutz ausgelegt ist
Mit einer Fläche von über 1.300 m² vereint das neue Lagergebäude technische Leistungsfähigkeit und den Anforderungen des Kulturerbes. Es besteht aus mehreren Spezialbereichen: Anlieferungsrampe, Lagerräume, Restaurierungsbereiche, Inventarisierungsraum, Forschungsbereich …
Das gesamte Gebäude wurde so konzipiert, dass eine optimale thermische Trägheit gewährleistet ist:
Konstante Temperatur zwischen 16 und 24 °C
Regulierte Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 %
Sanfte Luftverteilung, gesteuert durch Klimaschränke und perforierte Metallkanäle
Diese Bedingungen garantieren eine stabile und dauerhafte Konservierung aller Sammlungen des Museums.
🔥 Eine völlig neue Methode zur Insektenbekämpfung
Bevor die Sammlungen in den neuen Lagerräumen untergebracht wurden, wurden sie durch eine chemiefreie Wärmebehandlung von der österreichischen Firma Thermolignum entseucht:
1.000 m³ behandelteObjekte in 4 Wochen
Temperaturanstieg auf 55 °C über 3 Stunden
Ständige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit
Gesamtkosten: 70.000 €
Die Objekte, die nicht sofort behandelt werden können, werden bis zu ihrer weiteren Bearbeitung in luftdichten Beuteln isoliert.
📦 Präzise Logistik für überdimensionale Gegenstände
Der Umzug wurde von der Konservierungsabteilung des Museums, bestehend aus Florence, Sandrine und Margaux, sorgfältig koordiniert. Die erste Phase, die der Firma Bovis anvertraut wurde, betraf die schwersten und sperrigsten Objekte: 260 Exponate wurden innerhalb von drei Wochen transportiert, von denen einige bis zu drei Tonnen wogen!
Für den sicheren Transport wurden maßgefertigte Rollplattformen angefertigt. Die zweite Phase des Umzugs, die die übrigen 19.000 Objekte betrifft, die an verschiedenen Orten im Museum aufbewahrt werden, wird intern durchgeführt.
💶 Eine Investition für künftige Generationen
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 3.229.312 € inkl. MwSt. und werden dank der Unterstützung mehrerer Partner finanziert:
Europe (EFRE): 708.740 €
Staat (DRAC): 595.000 €
Region Bourgogne-Franche-Comté: 650.366 €
Gemischter Zweckverband (Département du Doubs, GBM, Darlehen): 1.275.206 €
👀 Und wie geht es jetzt weiter?
Die für März 2025 geplante Fertigstellung des Gebäudes läutet eine neue Ära für das Museum ein. Diese neue Einrichtung ermöglicht:
Eine bessere Konservierung der Sammlungen
Einen verbesserten Zugang für die Erforschung, Restaurierung und Aufwertung der Objekte
Einen häufigeren Wechsel der Exponate in der Dauerausstellung
Eine bereichernde Vermittlung des Kulturerbes für alle Besuchergruppen
👏 Vielen Dank an alle Personen und Institutionen, die dieses ehrgeizige Projekt unterstützen, das für den Auftrag des Museums, seine Bestände zu bewahren und weiterzugeben, von entscheidender Bedeutung ist.